LACK OF PURITY - Can´t
turn back time
Label: Eigenvertrieb
LACK OF PURITY, eine junge Band aus dem tiefsten Niederösterreich,
genauer gesagt aus dem kleinen Örtchen Purgstall mit
ca. 200 Einwohnern, melden sich mit ihrem 1. Demo „Can´t
Turn Back Time“. Seit Mai 2002 sind LACK OF PURITY fix
in dieser Besetzung und es ist erstaunlich wie sie so
schnell sieben Songs komponiert und aufgenommen haben.
Das Demo beginnt mit einem kurzen Intro ehe „Hands Of
Death“ druckvoll aus den Boxen schallt. Die Jungs setzen
voll auf Trash Metal mit melodiösen Passagen. Bei diesem
Song sind leider nur Ansätze davon zu hören, aber es
ist auch der erste Song den sie geschrieben haben. Bei
„Disappointed“ geht es schon etwas härter zur Sache,
die Gitarren werden ordentlich gewürgt bis sie sich
beim Mittelpart von ihrer cleanen Seite zeigen dürfen.
Bei diesem Song wird mehr auf Abwechslung gesetzt. Von
Song zu Song werden LACK OF PURITY immer besser
„The Time, The Place, The Sinner“ ist ein absolut genialer
Song: abgehackte Riffs mit melodischen Fills a la KILLSWITCH
ENGAGE. Aber noch immer nicht genug - „A Stars Descending“
kann das noch toppen: Zuerst ein schönes Intro mit Keyboards
untermalt, dann eine Steigerung die mich vom Aufbau
sehr an MOONSPELLs „Full Moon Madness“ erinnert, danach
folgen wieder ein paar melodische Parts, diesmal etwas
düsterer und melancholischer als die davor. Dieser Song
ist einem Freund der Band gewidmet, der ein Jahr davor
verstorben ist.
LACK OF PURITY werden ihrem Slogan „Pure fucking heavy
metal“ gerecht. Klassische Metal-Anleihen gepaart mit
etwas modernem Metal und vor allem viel Spaß am Spielen
und Abfeiern. Bleibt noch zu erwähnen, dass die Jungs
alles in Eigenregie in ihrem Proberaum auf einem 200
Euro Computer aufgenommen haben. Der Sound ist überdurchschnittlich
gut für eine Demoproduktion, jedes Instrument und sogar
das Schlagzeug, der „Krampf“ bei solchen Keller-Aufnahmen,
kann in diesem Fall mit Klangtransparenz bestechen.
Wie schafft man so eine Aufnahme? Ganz einfach: probieren,
herumspielen, nochmals aufnehmen, wieder herumspielen
und dann das ganze nochmals von vorne. Mastermind Huma
und seine Bandkollegen haben dabei etliche Wochen im
Keller verbracht. Ein kräftiges Lebenszeichen von LACK
OF PURITY welches auf jeden Fall empfehlenswert ist.
5.5 von 7 Punkten
Tracklist:
1. Rain Of A Suffering Soul
2. Hands Of Death
3. The Disappointed
4. The Time, The Place, The Sinner
5. A Stars Descending
6. Times End
7. Footswitch
Gesamtspielzeit: 26:00
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